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Ein geschichtlicher Überblick der Lockwitztalbahn PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ditmar Pauke / Konrad Eggert   
Freitag, den 30. Oktober 2009 um 21:16 Uhr
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Ein geschichtlicher Überblick der Lockwitztalbahn
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Die Lockwitztalbahn wurde 1906 eröffnet, die Planungen für eine Straßenbahn im Lockwitztal gehen allerdings auf 1894 zurück. Die Strecke war eingleisig, 9,15 km lang und mit einer Spurweite von 1000 mm. Zum Kreuzen von Personen- und Güterzügen (meistens Postverkehr) besaß sie 5 Ausweichstellen. Der Postbeiwagen, mit dem diese Fahrten durchgeführt wurden, existiert noch heute. Er fuhr meistens in Personenzügen mit. Der Betriebshof befindet sich am Haußmannsplatz in Kreischa. Dort befand sich auch die Rangierstelle von Kreischa.

In Niedersedlitz befand sie sich auf dem Bahnhofsvorplatz und musste bis 1923 mit der Leubener Vorortbahn geteilt werden. 1907 entstand deswegen noch eine Ausweichstelle am anderen Ende des Bahnhofs, die nach 1923 Rangierstelle wurde. Der Fahrzeugpark bestand aus 6 Triebwagen, welche auch für Güter und Postbeförderung geeignet waren und 2 Beiwagen. Ob sie manchmal zu Sonderfahrten oder als Ersatz für ausgefallene Fahrzeuge auf der Leubener Vorortbahn (oder umgekehrt) fuhren ist mir nicht bekannt, ist aber wahrscheinlich. 1908 wurde der Fahrzeugpark um je zwei Trieb- und Beiwagen, 1912 um einen Beiwagen aufgestockt. 1919 kamen nochmals gebrauchte Fahrzeuge von der stillgelegten Zittauer Straßenbahn hinzu. Die Fahrgastzahlen stiegen immer noch, weshalb 1925 2 neue Triebwagen (einer davon ist der HTw 9, der jetzt seine Rente als letzter betriebsfähiger Wagen Europas mit Einachsfahrgestellen auf der Kirnitzschtalbahn verdient) dazu kamen. 1929 wurde die Straßenbahn von der DRÜVEG (Dresdner Überland Verkehrsgesellschaft mbH) übernommen.

1941 wechselte die Lockwitztalbahn in die Hand der Dresdner Straßenbahn und war damit kein eigenständiges Unternehmen mehr. Sie erhielt zur Unterscheidung die Liniennummer 31 und die Dresdner beige- weinrote Lackierung. Ab 1950 wurden die Fahrzeuge in der Werkstatt in Trachenberge generalüberholt. Bis in die 60er Jahre wurde die Strecke immer wieder erneuert. 1968 kamen 8 Triebwagen der Erfurter Straßenbahn auf die Lockwitztalbahn. Somit konnten alle Triebwagen mit Baujahr vor 1925 ausgesondert werden. Die beiden Triebwagen mit Lenkachsen wurden wie die Erfurter modernisiert. Sie hatten die Lackierung grün - beige zur Unterscheidung von der Dresdner Tatralackierung rot - beige. Außerdem plante man, KT4D in zweirichtungsform für die 31 zu beschaffen. Für die Stromversorgung der Tatras baute man deswegen 1974 ein Unterwerk an der Hummelmühle. Allerdings wurde Instandhaltung der Gleise immer mehr vernachlässigt. So musste die Lockwitztalbahn 1977 dem Bus weichen. Der Einsatz der Zweirichtungs- KT4D unterblieb. Die Triebwagen gingen nach Bad Schandau und Brandenburg, die Beiwagen wurden verschrottet.

Im Sommer 2007 wurden die beiden Triebwagen aus Kreischa abtransportiert. Der Triebwagen 240 005 gelangte zum Straßenbahnmuseum Dresden, der Triebwagen 240 004 soll in seiner „Urheimat“ Erfurt als historisches Fahrzeug die Flotte der Oldtimer-Straßenbahnen ergänzen.



Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 03. November 2009 um 20:33 Uhr
 
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