| Das Depot der Lockwitztalbahn ... ... wurde 1905/1906 errichtet. Zur Eröffnung umfasste es die
Wagenhalle, wo später ein Edeka Supermarkt ansässig war, und ein offenes Gleis in den "Hinterhof". Die Werkstatt, in die das Straßenbahnmuseum einziehen soll, wurde erst später als Überdachung errichtet. Das Depot wurde auch zum Rangieren verwendet, weil in Kreischa keine Rangierstelle angelegt wurde. Dabei wurde immer ein zusätzlicher Triebwagen benötigt:
Der Zug (Triebwagen + Beiwagen) fährt mit Triebwagen voran ins Depot.
Von einem Nebengleis kommt ein zweiter Triebwagen und wird am dem Zug angekoppelt (Am Anfang und am Ende ein Triebwagen). Der
hinten stehende Triebwagen wird abgekoppelt und der Zug hat einen anderen Triebwagen. Der 'alte'
Triebwagen pausiert und beim nächsten Zug wiederholt sich diese Prozedur noch einmal, dann wird der unbenutzte Triebwagen wieder an einen Zug kommen.
Die Werkstatt wurde seit ca. 1950 nicht mehr für Hauptuntersuchungen etc, sondern nur noch zur Reparatur kleinerer Schäden benutzt. Zur Hauptuntersuchung wurde der Wagenkasten vom Fahrgestell getrennt und auf eine 1450 mm Werkstattlore gesetzt, welche wiederum auf einen ehemaligen Rollbock der Freitaler Güterbahn kam.
Dieser Rollbock wurde von einem Triebwagen zum Bahnhof in Niedersedlitz gebracht, wo es eine Rampe gab. Auf dieser wurde der Wagenkasten mit Lore von einem Dresdner Arbeitstriebwagen vom Rollbock gezogen. Anschließend kamen die Fahrzeuge in die Werkstätten nach Trachenberge oder Tolkewitz. Nach
Vollendung der Hauptuntersuchung wurden die Fahrzeuge auf gleiche Weise wieder nach Kreischa zurückgeschleppt, wo sie in der Werkstatt wieder auf ihr Fahrgestell gesetzt wurden. In der Werkstatt wird heute Streugut gelagert, weswegen die Straßenbahnen 240 004 und 240 005 nicht dorthin umziehen können. |