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Herzlich Willkommen auf den Seiten der Lockwitztalbahn. Die Seite soll einen Einblick geben in ein Kapitel abgeschlossener sächsischer Straßenbahngeschichte. Wir möchten damit die Arbeit des Vereins unterstützen, der sich um den Aufbau eines Straßenbahnmuseums in Kreischa bemüht hatte. Für Tipps, Hinweise etc... für die Gestaltung und den Inhalt der Seite würden wir uns sehr freuen.
In Zusammenarbeit mit: Konrad Eggert (Dresden) Herr Ditmar Pauke (Magdeburg) 100 Jahre Lockwitztalbahn – (K)ein Grund zum Feiern?!? Wenn man stadteinwärts fährt, kommt man an zwei Kisten vorbei. Zwei Straßenbahnwagen, die einst im Lockwitztal fuhren. Unermüdlich werden diese Wagen geputzt und poliert, die Rostflecken behoben und der Rasen gepflegt. Doch warum stehen die eigentlich hier ? Im Jahr 1992 kamen ein paar „Verrückte“ auf die Idee, einen Triebwagen der ehemals elektrischen Straßenbahn nach Kreischa zurück zu holen. Mit Eifer und Tatendrang wurde daran gearbeitet, diese Idee umzusetzen. Und dann, am 2. Oktober 1993 war es soweit, kehrte die alte Dame zurück in ihre Heimat. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde sie um 14 Uhr in Empfang genommen. Schon da wurde die Idee geboren, die alte Straßenbahn wieder zum Rollen zu bringen. Gesagt – getan! Seit 1994 arbeiteten wir an dem Wiederaufbau zur Museumsbahn. Die Gemeinde Kreischa sicherte uns die Unterstützung zu und bestärkte uns, einen weiteren Triebwagen nach Kreischa zu holen, und der kam auch am 8. Juli 1995. Im selben Jahr kamen wir mit unserem Projekt in die Bauleitplanung. Die Bemühungen wurden weiter vorangetrieben. Streckenpläne wurden erstellt. Mit der Firma Siemens wurden Gespräche geführt. Im sächsischen Wirtschaftsministerium wurden wir vorstellig. Doch im Laufe der folgenden Jahre mussten wir erkennen, dass an einen Wiederaufbau aus finanzieller Sicht, bedingt durch die immer schlechter werdende Wirtschaftslage, überhaupt nicht mehr zu denken war. Immer mehr Unmut machte sich in unserem kleinen Verein breit und wir standen kurz vor der Auflösung. Doch der „harte Kern“ aus unserer Truppe wollte nicht aufgeben und blieb der Wiesenrumpel treu. Der Rest verließ den Verein , so das von fünfzehn Mitgliedern nur noch sieben zurück blieben. Zu siebent haben wir uns nun vorgenommen, ein „ Kreischaer Straßenbahnmuseum“ aufzubauen. Der Grundstein wurde 2001 gelegt, denn der Gemeinderat Kreischa hat uns mit einem Ratsbeschluss die alte Werkstatthalle für 10 Jahre und dann auf je weiter 5 Jahre zugesichert. Wir machten nun unser Museumsprojekt publik. So waren wir zum Beispiel bei der Museumsnacht im Dresdner Straßenbahnhof in Trachenberge mit einer Modellanlage dabei. Viele Gäste und unsere Straßenbahnfreunde drückten uns die Daumen. Doch wann durften wir nun einziehen? Für das in der Halle gelagerte Streugut war noch kein neuer Platz gefunden. Aber kein Problem für uns. Wir konnten ja schon grundlegende Sachen regeln. So zum Beispiel der Austausch der alten, verschlissenen Weiche im vorderen Teil der Werkstatt. Mit der schriftlich erteilten Genehmigung durch den Bürgermeister begann am 15. Dezember 2001, 25 Jahre nach der Betriebseinstellung, unser Verein wieder mit Gleisarbeiten. Die alte Drehstuhlweiche wurde, mit Unterstützung der Dresdner Verkehrsbetriebe, erneuert. Und wir dachten „Jetzt geht’s los“. Wir sammelten nun viele Ausstellungsstücke. Wir wollten sogar der Freitaler Güterstraßenbahn ein neues zu Hause geben. So kamen wir auf insgesamt 5 Wagen. Na gut, wir geben zu, eine etwas „verrückte“ Idee. Und so verging die Zeit, und der Rasen an den Bahnen wurde weiter gepflegt. Doch schon seit längeren wird über das Vereinshaus gesprochen. Es wird geplant und es werden Gespräche geführt. Erst die Post und nun das alte Depot der Lockwitztalbahn. Das alte Depot? Und schon fingen wir wieder zu träumen an. Leider zerplatzten diese ganz schnell, als wir im Januar 2006 die Planungen erhalten haben. Wieder kein Platz für die alten Damen. Nein sogar die uns im Jahr 2001 zugesicherte Werkstatthalle ist nicht mehr vorhanden. Sie soll abgerissen werden. Es wird nur eingeräumt, dass die beiden Triebwagen eine Austellungsmöglichkeit im Außengelände bekommen, gegebenenfalls mit Wetterschutzdach. Kein Museum?! Und nun packte uns auch jener Unmut, der damals schon im Verein auftauchte. Hat es noch einen Sinn? Wie stehen die Bürger dazu oder gar die anderen Vereine? Mit einem Schreiben vom 3. März 2005 an den Heimat-und Fremdenverkehrsverein baten wir um Stellungnahme zum Thema Lockwitztalbahn - bis heute keine Antwort. Traurig. Und wir verloren unseren Enthusiasmus. Freunde von anderen Straßenbahnmuseen haben uns angeboten einen Wagen zu nehmen und eine Lockwitztalbahnecke einzurichten. Ein verlockendes Angebot. Aber was bleibt dann für den zukünftigen Kurort Kreischa? Für die anderen zwei Wagen sind auch schon Interessenten da. Wir schwanken noch immer zwischen Verrücktheit und Vernunft, wobei letzteres überwiegt. Am 3. März 2006 feiert die Lockwitztalbahn ihren 100. Geburtstag, still und heimlich noch in Kreischa. Und ihren 101. nicht mehr hier... ja, wenn nicht noch das berühmte Wunder geschieht und jemand auf die verrückte Idee kommt, den zweiten 100. Geburtstag zum 725 jährigen Jubiläum von Kreischa im Jahr 2007 zu feiern. Und zum Schluss noch ein Wunsch. Wir wünschen uns für Kreischa ein paar mehr „Verrückte“ mit Ideen und ein paar mehr „Verrückte“, die diese unterstützen. Für die „alte 31“ ist es zu spät!? Wird Kreischa nun endgültig seine Straßenbahn verlieren? Ihr Förderverein Lockwitztalbahn (Artikel im Ortsblatt „Bote vom Wilisch“ Märzausgabe) Zusatz: Es wurden mit der Gemeinde bzw. dem Bürgermeister auch Gespräche geführt, die Triebwagen außerhalb von Kreischa mit Unterstützung einer ABM-ähnlichen Maßnahme zu rekonstruieren. Aber der Verein sollte die anfallenden Regie- sowie Transportkosten übernehmen. Dies war bzw. ist nicht möglich. Außerdem wäre zwar die Aufarbeitung der Wagen gesichert gewesen, aber noch nicht die Unterbringung. Wir haben uns immer darauf gestützt das wir die Werkstatthalle bekommen, darum wurden nur notwendige Instandhaltungsarbeiten an den Triebwagen durchgeführt. Einige Betriebe haben uns bereits Unterstützung zugesagt, das Museum auszubauen. Geldspenden kann aber keine Firma geben. Wir möchten mit diesem Artikel die Gemeinde nicht an den „Pranger“ stellen. Wir haben nur im Artikel des Wilischboten die uns schriftlich gegebenen Unterstützungserklärungen und Genehmigungen angeführt. Wir sind aber der Meinung das die Gemeinde dieser nicht bzw. nur ein wenig gerecht wird. Würde die Gemeinde sagen : „Nein, wir können euch nicht unterstützen !“ dann wüssten wir auch, dass es keinen Sinn mehr hat und die Straßenbahnwagen kämen weg. Doch das „ vielleicht“ und „eventuell“ bringt uns nicht weiter. 14 Jahre ist eine lange Zeit. Und in einer Halle die abgerissen wird, kann man kein Museum aufbauen. Eigentlich ist es nur traurig, wie mit einem technischen Denkmal umgegangen wird. Übrigens haben wir auf die im Januar uns zugesandten Vereinshausvorschläge reagiert und der Gemeinde Kompromisse vorgeschlagen. Also wir geben nicht sang- und klanglos auf, noch nicht. Und dann wird leider noch die Vereinsstärke von nur 7 Personen belächelt, aber manchmal schaffen weniger mehr... |